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Naomi Spicher

Bratsche/Violine

Die in Freiburg geborene Naomi Spicher entdeckte im Alter von sechs Jahren die Violine am Conservatoire de la Broye in der Klasse von Evelyne Chappuis. Anschliessend setzte sie ihre Ausbildung am Konservatorium Freiburg bei Nancy Benda fort. Während ihrer Jugend war sie über vier Jahre lang Mitglied des Freiburger Jugendorchesters. Bevor sie sich für eine professionelle musikalische Ausbildung entschied, absolvierte sie an der Universität Freiburg einen Bachelor in Französischer Literatur und Musikwissenschaft. In dieser Zeit entdeckte sie die Viola und entwickelte eine grosse Leidenschaft für das Instrument, ohne dabei die Violine ganz aufzugeben. Anschliessend studierte sie Viola an der Hochschule der Künste Bern, zunächst im Bachelor bei Gertrud Weinmeister und danach im Master Musikpädagogik bei Patrick Jüdt.

Während ihres Studiums vertiefte sie zudem ihre Kenntnisse auf der Violine bei Monika Urbaniak sowie auf der Barockviola bei Meret Lüthi. Darüber hinaus besuchte sie verschiedene Meisterkurse, unter anderem bei Lars Anders Tomter und dem Quatuor Sine Nomine. Einen besonderen Stellenwert nimmt für sie die Kammermusik ein. Sie spielt in verschiedenen Formationen, darunter das Klavierquintett «246 cordes», das sie gemeinsam mit Freundinnen und Freunden gründete.

Auch das Orchesterspiel ist ein wichtiger Bestandteil ihrer musikalischen Tätigkeit. Sie ist Mitglied des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters und nahm an neun Tourneen teil, unter anderem unter der Leitung von Kai Bumann, Christoph-Mathias Mueller und Johannes Schlaefli. Im Frühjahr 2025 übernahm sie dort die Position der Stimmführerin der Bratschen. Ihre musikalische Tätigkeit führt sie auch als Solistin auf die Bühne. Im Dezember 2024 wurde sie vom Berner Generationen Kammerorchester unter der Leitung von Alex van Wijnkoop eingeladen, das Violakonzert in G-Dur von Telemann sowie die Romanze von Bruch zu interpretieren.

Naomi Spicher ist im Kanton Freiburg sehr aktiv und bringt ihre Erfahrung in zahlreiche musikalische Projekte ein, sowohl in Amateurorchestern als auch in professionellen Ensembles, darunter die Chapelle instrumentale der Kathedrale Freiburg. Darüber hinaus tritt sie regelmässig in der ganzen Schweiz auf.

Neben der Viola widmet sich Naomi auch dem Dirigieren. An der Zürcher Hochschule der Künste absolviert sie einen Master Performance in Chor- und Orchesterdirektion. Sie leitet das Freiburger Vokalensemble Diverticantus, das sie 2020 mitbegründete und das beim Schweizer Chorwettbewerb in Chur 2020 mit Gold mit Auszeichnung sowie dem zweiten Platz in der Kategorie Männerchöre ausgezeichnet wurde. Im Dezember 2025 war sie Gastdirigentin des Freiburger Jugendorchesters, im Herbst 2026 dirigiert sie als Gast das Lausanner Vokalensemble Projet120.

Mit grosser Leidenschaft für die Pädagogik schätzt Naomi insbesondere den menschlichen Austausch und die Kunst des Vermittelns. Bereits im Alter von 16 Jahren begann sie, Violine zu unterrichten, und seither unterrichtet sie sowohl Violine als auch Viola. Dank ihrer vielfältigen pädagogischen Erfahrungen begleitet sie Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Alters, Niveaus und mit verschiedensten musikalischen Voraussetzungen. Dabei legt sie grossen Wert auf einen zugleich anspruchsvollen und wertschätzenden Unterricht, der individuell auf die Bedürfnisse und Ziele jedes einzelnen Schülers und jeder einzelnen Schülerin abgestimmt ist.